GEMÄLDE

Die Faszination für nächtliche Häuserzeilen, Fenster und Mauern verarbeite ich seit Jahrzehnten in meinen Gemälden von Fassaden.
Gefunden bei Spaziergängen in der Nacht, bei Regen oder Vollmond fange ich ihren Reiz, die unergründlichen Geheimnisse und ihre Melancholie.
Ich bilde diese in mosaikförmigen Strukturen ab und führe den Blick in die Winkel, Fenster und Zentren der Bilder.
Was entsteht, sind dichte, manchmal wuchtige Bildräume, die gleichermaßen Kraft wie Verletzlichkeit in sich tragen.
Sie fordern nichts ein – aber sie öffnen. Für Atmosphäre. Für Erinnerung. Für das, was unter der Oberfläche liegt.
In meinen figürlichen Werken begegnen sich Körperlichkeit und Auflösung, Licht und Dunkel, Verletzlichkeit und Widerstand.
Die Figuren, oft fragmentarisch, entblößt oder verzerrt, wirken nicht als klassische Abbilder, sondern als emotionale Zustände – Spiegel innerer Konflikte und existenzieller Erfahrungen.
Meine abstrakten Werke entstehen schnell und explosiv, aus einer unbändigen inneren Kraft schöpfend.
Farben treiben mich an und fügen sich wie von selbst zueinander zu wuchtigen Werken.
Acrylfarbe trage ich dabei nicht nur mit Pinseln, sondern meist mit der Hand auf – ungeschützt, in direkter Verbindung zur Leinwand.
Kreidestriche durchziehen die Bildflächen wie offene Linien von Gedanken, Emotionen oder Bewegungsspuren. Flächen überlagern sich, reißen auf, verfließen oder stoßen aufeinander
– Anstelle von Denken tritt Fühlen und Sein, jenseits aller Muster.
DE